Muße ist die Mutter der Kreativität

Kreativität

Welch magisches, glücksbringendes Wort. Jeder will kreativ sein und … und was?

Was ist überhaupt Kreativität. Jeder nimmt das Wort in den Mund, aber so richtig fassen lässt es sich nicht. Für manch einen speist Kreativität sich einfach aus dem Zufall, für einen anderen aus Gott oder einer höheren Macht/Energie. Die Wissenschaft sucht vielleicht nach einer spezifischen genetischen Sequenz. Wir wissen es nicht und können nur vermuten.

 

Ein Deutungsversuch:

Ein kreativer Akt ist etwas Erschaffendes. Etwas Neues geht daraus hervor. Reduziert auf das Notwendigste ist Kreativität die Kombination zweier bekannter Dinge/Ansätze; wobei die Kombination dem Erschaffer zuvor nicht bekannt war. Erschaffung ist auch ein Vordringen in das Neue, wobei neu vom Erschaffer definiert wird.

Und hier entsteht schon der erste gesellschaftliche Konflikt - etwas kann für den einen kreativ sein, was für den anderen banal ist; je nach geistiger Entwicklung und Wissenshorizont. Und da wir nicht wissen was andere wissen, können wir nicht sicher sein was wirklich kreativ ist. Müssen wir das überhaupt? Ist KREATIVITÄT ein Qualitätsmerkmal oder -siegel? Vielleicht hilft es auch einmal nicht kreativ sein zu wollen/müssen, um kreativ zu werden!? #thinkabout

Was passiert, wenn wir uns von den Werten und Vorstellungen anderer distanzieren - uns reduzieren auf das, was wir wahrnehmen und empfinden? 

Woher kommt das Neue?

Kreativität ist ein schöpferischer Akt. Um kreativ zu sein, dürfen wir uns mit unserer inneren Quelle verbinden, uns ihr öffnen, uns hingeben und wirken lassen - fließen lassen. Nur dann wissen wir nicht, was entstehen wird - aber ist es nicht genau das was zählt? Wenn wir schon wissen was kommt, entspringt das Ziel unserem menschlichen Verstand und ist damit beschränkt.

Und das ist die Kunst. In der Regel sind wir blockiert von unseren Vorstellungen, Ängsten und Erwartungen. Haben nicht die Zeit für das unberechenbare. Wir sollen konsistent sein und alles Neue soll den Anderen gefallen - nein: begeistern. 

Um kreativ zu sein, müssen wir unseren Geist pflegen. Ihn von belastenden Dingen befreien und ihm inspirierende Gedanken zuflößen. In Kombination mit Muße gebären wir dann neue Gedanken und Ideen - und sind kreativ.

 

Inspiration

ist die Erkundung neuer (für uns) kreativer Dinge. Der Kontakt mit dem göttlichen Wirken. Das Blitzen am Horizont und die Vorfreude auf das Neue. Wir werden selber inspiriert, haben neue Gedanken und werden kreativ. Wobei uns nur das Erschaffen weiterentwickeln lässt. Die Tat ist ausschlaggebend für die persönliche Entwicklung und die darin entfaltende Wirkung. Wenn wir wirklich kreativ werden wollen, müssen wir uns öffnen und uns von unseren gewohnten, anerzogenen oder selbst erschaffenen Denkstrukturen, Vorstellungen und Werten lösen - Kind werden - Kind SEIN.

 

Fragmentarisch

In unserer Serie haben wir einige bekannte Fotografen gefragt, woraus sie denn Kreativität, Inspiration und auch Muße beziehen. Die Antworten sind sehr vielfältig und können hier nachgelesen werden.

 

Wann bist du kreativ? Was inspiriert dich? Wir freuen uns auf deine Antwort :)

 

#backtotheroots #befree #becreative