Der Wert der Fotografie | Fragmentarisch II

 
 

Die Fotografie und ihr Wert. Was ist Wert? Jeder hat seine ganz persönliche Vorstellung von Wert oder dem was wertvoll ist. Der Wert liegt nicht in der Sache selbst, eher ist es so, dass der Mensch den Dingen, materiell sowie immateriell, ihren Wert zuschreibt. Werte entstehen im Kopf. Und so unterschiedlich unsere Persönlichkeit, Erfahrung und unsere Erziehung ist, so verschieden gehen wir damit um und beWERTen.

Das finden wir ziemlich spannend und haben daher Maggy Melzer, Christian Strahl, Luis Barreiro und Leni Moretti gefragt, worin denn ihrer Auffassung nach der Wert in der Fotografie liegt. Die Antworten könnt ihr jetzt hier lesen.

Vielen Dank an alle Fotografen die mitgewirkt haben!

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Fragmentarisch heißt unsere Serie, in der wir Euch Fotografen vorstellen, die uns einen Einblick in ihre Art zu Denken und zu Sehen geben. Dabei handelt es sich um Fragmente deren Persönlichkeit und Wissen, welche wie ein Puzzleteil ein Teil des Ganzen sind.

 

 

Das Prinzip: Wir stellen eine Frage an Fotografen, die uns oder auch Euch besonders auffallen und zeigen hier die Antwort. Die Fotografen entspringen den verschiedensten Genres. Es gibt also immer eine bunte Mischung zu sehen und zu lesen.

 

Interessiert Euch eine Fragestellung, die ihr schon immer mal an den ein oder anderen Fotografen richten wolltet? Dann mailt uns doch gerne oder hinterlasst einen Kommentar unter unseren Beiträgen.

 

 

Maggy hat einen langjährigen Werbe- und Marketinghintergrund und ist bekannt für ihre luftig, zarte Image- & Corporate Photography mit großem Feingefühl. Auch ihr Instagram-Account ist sehenswert.

Maggy Melzer

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Der Wert in der Fotografie, liegt im Selbstwert! Als Fotografin habe ich das Privileg, meine Sicht der Dinge zu zeigen. Jede Aufnahme ist auch ein kleines Stück meines Wesens und meiner Persönlichkeit. Wenn ich mich selber wertschätze, so schwingt dieser Wert auch in den Werken die ich tue. In meinen Worten, in der Art und Weise wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe und auch in meiner Fotografie. Das ist auch sehr interessant in der Auftragsarbeit. Ich darf mit Firmen zusammen arbeiten, die meinen Wert erkennen und finden, dass ich zum Wert ihres Produktes oder Dienstleistung passe. Wenn diese Wertschätzung gegenseitig erkannt ist, entsteht wertvolle Fotografie!
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Christian aus München ist in seinem Alltag Jurist und nutzt die freien Stunden sich frei der Fotografie zu widmen. Dabei fotografiert er leidenschaftlich gerne analog und hat schon diverse Schönheiten vor seiner Kamera gehabt.

Christian Strahl

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An Fotografie fasziniert mich, dass sie mit Fiktion, Absurdität, Inszenierung, Sinn- und Zwecklosigkeit arbeitet und so tut, als wäre das Realität und "normal". Darin liegt für mich ein wichtiger Gesichtspunkt von Fotografie, nämlich Humor. Ich mag auch, dass jeder fotografieren kann, das Medium zugänglich ist und jeder etwas damit anfangen kann. Es gibt zwei schmutzige Worte in der Fotografie: Kunst und guten Geschmack. Das hat Helmut Newton gesagt, und ich versuche, mich daran zu halten.
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Luis fotografiert sehr viel analog und hat u.a. eine umfangreiche Sammlung an Polaroidbildern, die er spontan von Menschen macht. Auch als Hochzeitsfotograf ist er unterwegs mit einem künstlerisch, natürlichen Stil.

Luis Barreiro

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Die Fotografie hat aktuell ein starken Einfluss in unserem Leben, und für mich persönlich spielt sie eine große Rolle. Wie schon der US-amerikanische Künstler John Cage (Schlüsselfigur für die Neue Improvisationsmusik der 60 ́er Jahre) geschrieben hat: „Wir müssen unsere Kunst so gebrauchen, dass sie unserer Leben ändert - unserem Leben nutzt.“
Für mich bedeutet Fotograf zu sein, die Essenz der Dinge aufzudecken und versuchen in eine andere Richtung zu gehen. Fotografie ist nicht nur Licht, Komposition oder Technik, sondern die Suche nach den unendlichen Antworten auf die wichtigsten Fragen: Identität, Heimat, Liebe, Melancholie...
Eine Gedächtnisübung kann allesentscheidend sein, wenn es darum geht, unser Dasein zu schaffen. Das digitale Zeitalter hat das Bedürfnis wachsen lassen, unsere Welt durch Bilder sichtbar zu machen: das, was ohne Bilder lebt, scheint nicht mehr zu existieren. Das Erste, was die Zeit verschlingt, ist nicht die Erinnerung, sondern das Bild. 
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Leni aus Berlin ist Familienfotografin mit ganzem Herzen. Auf ihrem Blog gibt sie zudem viele Fototipps für Eltern sowie einen Online-Fotokurs

Leni Moretti

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Für mich entsteht der Wert eines Fotos durch das, was wir in dem Moment gefühlt haben und was wir mit dem Foto verbinden - Liebe, Miteinander, Geborgenheit. Mit meinen Aufnahmen möchte ich die Familien, die ich fotografiere, zu diesem Gefühl der Nähe zurückbringen, zu dieser tiefen Verbundenheit zwischen Eltern und ihren Kindern. Ich möchte ihnen zeigen, wie sehr sie lieben und wie sehr sie geliebt wurden. Das ist am Ende alles, was zählt. Fotos können uns helfen, uns daran zu erinnern, dankbar zu sein und die glücklichen Augenblicke unseres Lebens in der Erinnerung immer wieder zu erleben.  
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Habt ihr eine interessante Frage oder möchtet hier Antworten von bestimmten Fotografen, die Euch immer wieder inspirieren, lesen? So hinterlasst gerne einen Kommentar oder schreibt uns eine Nachricht!

 

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