Energieräuber

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Energie/Kraft fließt uns zu oder ab - manchmal sind wir voller Energie und manchmal leer und ausgelaugt. Das ist ein Geben und Nehmen - ein Ausgleich - ein Fluß. 

Die Frage ist nun, wo fließt unsere Energie hin und wo nehmen wir neue Energie/Kraft her.

Im letzten Blogpost haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was eine gute Pause ist (Energiequelle) - jetzt geht es darum, was uns Energie zieht, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, wir wollen oder befürwortet haben.

 

Hier kommen unsere Energieräuber:

 

Multitasking

Frauen können angeblich multitasken - Männer nicht. Ich bin der Meinung keiner kann es. Den Frauen spreche ich höchstens die Fähigkeit zu, schneller zwischen verschiedenen Dingen springen zu können, so dass sie meinen es wäre gleichzeitig. Wirklich gleichzeitig können wir nichts. Springen an sich ist nichts Tragisches. Tragisch ist, dass wir 15-20 Minuten brauchen, bis wir in einer Sache (wieder) ganz drin sind und wenn wir nun schnell hin- und herspringen, sind wir in Wahrheit nirgends wirklich. Das führt dazu, dass wir ineffektiv werden und mehr Energie brauchen als nötig - bis hin zu, dass es uns nicht gut tut. 

Was führt uns nun zum umherspringen?

 

Soziale Medien

 „pling“ #peep *dong - da wir nichts verpassen wollen, werden wir instantan an neue Nachrichten bei Facebook, Mail, Instagram, etc. „erinnert“ oder besser gesagt wir werden von ihnen beherrscht - könnte ja etwas wichtiges sein #livechanger. Und es war mal wieder Spam, der nervige Dauerposter oder die Massengruppe, in die man ungefragt geworfen wurde. Und schon sind wir in Gedanken nicht mehr bei der ursprünglichen Tätigkeit #wowarichstehengeblieben und wir müssen die "Startenergie" wieder aufbringen, um in das vorherige Thema reinzukommen. Das sind unsere "Kosten" für die Nachricht. Wie wäre es mit Social Media „Timeslots“? Oder die Benachrichtigung ausstellen oder… - du entscheidest, wann du erreichbar bist. Klingt gut? Ausprobieren! 

Ist dir schon aufgefallen, dass man manchmal schneller an seine Pizza kommt, wenn man anruft, als wenn man persönlich vorbeigeht? Wenn das Telefon klingelt hat es meist die höchste Priorität - könnte ja was Wichtiges sein. Die Magie des Unbekannten.

 

Axt schärfen

Kennt Ihr die Anekdote mit dem Baufäller? Falls nein - look@this LINK.

Was sagt die uns? Übereifrige Arbeit kann unnütz werden, wenn wir nicht von Zeit zu Zeit die Mittel und Wege hinterfragen und optimieren. Die Welt macht Fortschritte und wir können hin und wieder davon profitieren. Dazu lassen wir die Arbeit Arbeit sein, gehen einen Schritt zurück und schauen, was wir gerade wie tun. Kann man Arbeitsabläufe optimieren? Gibt es neue Werkzeuge? Kann ein Dienstleister Bereiche übernehmen, an denen ich keine Freude habe? Laufe ich in die richtige Richtung - bzw. will ich dort hin wo ich hinlaufe? 

 

Perfektionismus

Perfektionismus ist meist nicht der innige Wunsche etwas perfekt zu machen, sondern die Angst etwas abzuschließen. Warum? Weil es PERFEKT nicht gibt - es ist immer in Relation zum aktuellen Wertesystem und das ändert sich mit der Zeit. Von daher eilen wir manchmal einem fiktiven idealisierten Ziel hinterher und es raubt uns mehr Kraft und Freude, als dass es uns weiterbringt. Die letzten Feinschliffe erkennt meist eh kein Mensch und wir Opfern dafür aber die meiste Zeit. Kann man machen - muss man aber nicht. Was hilft? Ein gesundes 80/20 Gefühl entwickeln… Für die ersten 80% brauchen wir 20% der Zeit und für die letzten 20%, 80% der Zeit. Das Gefühl soll uns sagen, wann wir die 80% überschreiten - und dann dürfen wir uns fragen: Was sind die letzten 20% und will ich die viele Zeit dafür investieren (manchmal lohnt es sich ja tatsächlich). Und falls nein: letzter Schliff und weiter geht’s oder falls ja: kurze Pause und genügend Zeit einplanen.

 

Menschen

So manch ein „Freund“ hat das Talent sich immer dann zu melden, wenn es einem nicht passt - oder immer dann um „kleine“ Gefallen zu bitten, die im ungünstigsten Fall ausarten können, wenn wir in Zeitnot sind. Oder sie haben immer ein „Problem“ und jammern oder sind überdurchschnittlich hilflos oder... Was nun? NEIN sagen lernen. Und anfangen sich bewusst mit den Menschen zu umgeben, die einem GUT tun. Man hat nämlich nur eine begrenzte Kapazität sich mit Menschen zu befassen und diese gilt es gut zu verwalten. Wir müssen deswegen nicht zum eiskalten Ego mutieren - aber so etwas Sozialpflege schadet nicht. Wir merken, wieviel Energie zurückfließt, wenn wir welche jemandem zufließen lassen - und wenn das im dauerhaften Ungleichgewicht ist gilt es aufzuhorchen, reflektieren und zu entscheiden. It’s your TIME.

 

Besitz

Nicht wir besitzen Dinge - die Dinge besitzen uns. Sie flüstern uns permanent zu: benutze mich, nimm mich wahr, staube mich ab, passe auf mich auf, etc. Von daher gilt es sich dich Dinge, die einen umgeben bewusst auszusuchen und alle unnötigen oder überflüssigen Dinge zu entsorgen/wegzugeben. Die letzten Umzugskiste vom vorletzten Umzug sind immer noch unberührt am alten Platz… wenn dem so ist, warum entsorgen wir sie dann nicht gleich (ungeöffnet)? Weil irgendeine Stimme flüstert: ich bin wertvoll, ich erinnere dich an „whatever“ - aber wir brauchen dich auch nicht. Danke.

 

Es gibt bestimmt noch mehr dieser Energieräuber. Welche fallen Euch denn so spontan ein? Schreibt uns doch einen Kommentar, wir freuen uns :)